Inmitten der bayerischen Landeshauptstadt, zwischen historischen Bauwerken und belebten Straßen, existiert eine kleine, aber weltberühmte Welle: der Eisbach. Hier, im Englischen Garten, treffen sich täglich Surfer aus aller Welt, um auf der stehenden Welle ihr Können zu zeigen.

Die Szene ist einzigartig: Neoprenanzüge, aufgereihte Surfbretter und eine Schlange aus Sportlern, die geduldig auf ihren Turn warten. Der Eisbach ist kein gewöhnlicher Surfspot – die Welle ist schmal, die Strömung stark, und jeder Fehltritt bedeutet ein eiskaltes Bad in der Isar. Doch genau das macht den Reiz aus.

Wer zum ersten Mal am Ufer steht, staunt: Mit beeindruckender Leichtigkeit balancieren die Surfer auf ihren Brettern, drehen schnelle Turns und lassen sich von der Strömung tragen. Die Zuschauer am Ufer applaudieren, wenn ein besonders spektakulärer Ritt gelingt. Und wer fällt? Der klettert einfach zurück ans Ufer, reiht sich wieder ein und wartet auf die nächste Chance.

Der Eisbach ist mehr als nur ein Surfspot – er ist eine Gemeinschaft. Anfänger und Profis teilen sich die Welle, geben Tipps und feuern sich gegenseitig an. Egal ob Sommer oder Winter, das Wasser bleibt eiskalt, doch die Begeisterung der Surfer bleibt ungebrochen.
München mag vielleicht nicht an der Küste liegen, aber die Eisbachwelle zeigt: Die Liebe zum Surfen kennt keine Grenzen.