Inmitten der Herausforderungen unserer heutigen Welt bietet Edward Clugs Inszenierung von „Ein Sommernachtstraum“ eine dringend benötigte Oase der Leichtigkeit und Imagination. Die Aufführung des Staatsballetts Berlin verleiht Shakespeares Klassiker eine frische und verspielte Note, die das Publikum aus dem Alltag entführt.
Puck, verkörpert von der überragenden Leroy Mokgatle, sticht besonders hervor. Mit einer Mischung aus Charme und Schelmerei bringt Puck eine lebendige Energie auf die Bühne. Mokgatle verleiht dieser Rolle eine Ausdruckskraft, die sowohl humorvoll als auch ein wenig geheimnisvoll ist. Ihr Spiel zieht die Zuschauer in den Bann der Elfenzauberwelt und lässt sie die Realität vergessen.
Die Choreografie von Clug ist fantasievoll und klug gestaltet. Besonders der Wechsel der Schauplätze, wie die zauberhaften Strandbilder, bringen eine neue Dimension ins Spiel. Hier wird die Bühne zu einem Ort, an dem die Grenzen der Realität elegant aufgehoben werden.

Copyright der Aufnahmen © Yan Revazov
Die Musik von Milko Lazar unterstreicht diese Traumwelt perfekt, indem sie rhythmische Nuancen in einem theatralischen Kontext einsetzt. Die Klänge untermalen die fröhlichen Verwicklungen und tragen zur magischen Atmosphäre bei.
Clugs Inszenierung gewinnt durch die humorvolle Darstellung von Massenszenen, die charmant und überzeichnet den komödiantischen Kern des Stücks unterstreichen. Das Zusammenspiel der Tänzer, die gestalterischen Elemente und die fantasievolle Interpretation Shakespeares machen diesen Abend zu einem schönen Erlebnis.

Copyright der Aufnahmen © Yan Revazov
Insgesamt ist „Ein Sommernachtstraum“ unter Clugs Leitung eine erfrischende Inszenierung, die mit ihrer Verspieltheit und ihrem Witz eine wohltuende Seelennahrung, die im Kontrast steht zu den dunklen Gefühlen in krisenhaften Zeiten. Ein Muss für alle, die in die komödiantische und träumerische Welt der Phantasie eintauchen möchten.